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Familienwochenende 2016

Das Familienwochenende fand - mit Unterstützung der Wilhelm und Maria Kirmser-Stiftung, Bad Homburg - zum 4. Mal in Ernsthofen statt, da die Lage des Kreisjugendheims mit der Außenanlage bei allen Beteiligten immer wieder großen Anklang findet.

Das Wetter begrüßte alle 60 Teilnehmern, davon 27 Kinder mit herrlichem Sonnenschein. Keine Wolke trübte den Himmel das ganze Wochenende, so haben alle außerhalb der Workshops und Seminare die Zeit im Freien verbracht. Die Wiese lud zum Chillen, Spielen und Unterhalten ein. Auf der Slagline und mit Klettergurten im Baum konnte jeder seine Geschicklichkeit erproben.

Die Familienwochenende „Wiederholungstäter“ und die „Neulinge“ haben sich problemlos zusammengefunden. Ein Highlight war der Grillabend und die Lagerfeuer mit Stockbrot und Musik. Gemeinsam wurde Holz im Wald gesammelt, gesägt und das Feuer entfacht. Während die Kinder Ihre Marshmellows grillten, hatten die Eltern Gelegenheit zu bereichernden Gesprächen bis tief in die Nacht.

Für dieses Wochenende hatten die Kinderbetreuer die tolle Idee, dass Eltern mit Kindern zusammen an den Kennenlern-Spielen und Kooperations-Spielen teilnehmen. Durch das gemeinsame WARM UP im Freien startete der Tag mit viel Lachen und freudigen Gesichtern.

Die Eltern konnten am Freitag bei Herrn Thomas Eckerle an einem Vortrag über Hochbegabung und Probleme im Alltag und der Schule teilnehmen und sich austauschen. Am Samstag wurde für die Eltern ein Seminar zum Thema „Dein inneres Kind in Resonanz mit Deinen Kindern im Außen“ von dem Bewusstseinscoach Frank Hermann angeboten.

Für Eltern und Kinder gemeinsam gab es Kooperations-Spiele und einen Bataka Kurs.

Selbst etwas herstellen und dann auch noch Naschen. Für die Kinder war der Pralinen Workshop ein Highlight. Die Älteren der Kinder waren schon ganz gespannt auf das Rollenspiel „das schwarze Auge“. Bei der Schnitzeljagd durch den Wald musste man die Muskeln und das Gehirn anstrengen. Und für alle die Ihren Kopf zum Rauchen bringen wollten, gab es dann noch einen Kurs über komplexe Zahlen.

Martina Schmidt, Victoria Quellmalz, Lea Mörsdorf und Moritz Weiss haben sich liebevoll und mit viel Engagement der Kinderbetreuung gewidmet. Ein tolles Team was die Kinder auch im nächsten Jahr nicht missen möchten. Herzlichen Dank auch von allen Eltern, das Feedback war: "Ihr seid einfach Spitzenklasse!"

 
Die Abschlussrunde (Ausschnitt)


Nun möchten wir auch noch die Betreuer zu Wort kommen lassen:
 


Bei den Vorbereitungstreffen entschieden wir Betreuer uns dafür, das Workshop-Programm für dieses Jahr etwas anders zu gestalten.

Um dem Namen „Familienwochenende“ auch wirklich gerecht zu werden, füllten wir einen Tag mit Workshops, in denen Eltern mit Kindern gemeinsam an Kooperations-Spielen und einem Bataka-Kurs teilnehmen konnten.

Nachdem im letzten Jahr die Begeisterung für die Angebote, die sich ums Essen drehten, besonders hoch war, wollten wir erneut einen Workshop anbieten, bei dem etwas Essbares selbst hergestellt werden sollte. Dieses Jahr arbeiteten wir – ganz zur Freude der Kinder – mit flüssiger Schokolade und stellten Pralinen als Muttertags- und Vatertags Geschenk selbst her. Neben diesem Workshop wurde samstags außerdem das Rollenspiel „das schwarze Auge“ angeboten, sowie eine kniffelige Schnitzeljagd vorbereitet, bei der die Kinder versteckte Rätsel lösen mussten, um den Weg zum Schatz zu finden.

Um die Köpfe vor dem Schlafengehen noch mal richtig anzustrengen, wurde abends ein kleiner Kurs über komplexe Zahlen und andere Themen aus der Mathematik angeboten.

Ich habe durch mein FSJ an einer Grundschule, meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Kirchengemeinde und mein Grundschullehramtsstudium viel mit Kindern zu tun. Mit Kindern, die nicht mit der Bürde einer Hochbegabung belastet sind – denn das ist es für viele hochbegabte Kinder (im Schulalltag) – die Bürde, anders zu denken oder andere Interessen zu haben, als ihre Freunde und Klassenkameraden. Auch in meiner Familie habe ich die Probleme gesehen und erlebt, die mit einer Hochbegabung einhergehen können.

Doch mit jedem Jahr, in dem ich beim Familienwochenende der DGhK dabei sein darf, beeindruckt es mich, wie unbeschwert die Kinder an diesem Wochenende miteinander umgehen. Es lässt sich dann kaum ein Unterschied zum Verhalten von „normalen“ Kindern erkennen. Es ist, als wenn sie sich "erkennen" und ihre Besonderheit als selbstverständlich bei sich und den anderen annehmen können. Oft hören wir Betreuer am Ende des Wochenendes Sätze der Eltern im Sinne von „so habe ich mein Kind noch nie erlebt“ und ich denke, so erleben es auch die Kinder. An diesem Wochenende können sie ganz sie selbst sein, ohne als „komisch“ oder „anders“ betrachtet zu werden. Ich denke, das ist der Grund, weshalb manche Kinder das Wochenende oft mit ein paar Tränen in den Augen verlassen.

Das Familienwochenende der DGhK hat mir auch dieses Jahr wieder unglaublich viel Spaß gemacht, ich durfte neue Familien kennenlernen und schon bekannte Gesichter wiedersehen. Vielen Dank an alle Kinder, Eltern und die anderen Betreuer, dass ihr auch dieses Jahr so zahlreich gekommen seid und das Familienwochenende unvergesslich gemacht habt. Ich freue mich darauf, euch hoffentlich alle im nächsten Jahr wieder zu sehen.

Martina Schmidt

 
 Eine angeregte Pause

 


Liebe FaWo-Kinder, als ich dieses Jahr die Anfrage von der DGhK bekam, ob ich zum Familienwochenende 2016 kommen würde, freute ich mich riesig. „Moritz Miezekatze reloaded“. Also sagte ich zu.

Besonders habe ich mich am Anreisetag darüber gefreut, alte, bekannte Gesichter unter euch zu entdecken. Ich fand es toll zu sehen, wie begeistert ihr gewesen seid. Cool, dass ihr euch uns Betreuern gegenüber direkt geöffnet habt und auf uns zugegangen seid. Das ist sogar euren Eltern aufgefallen! :)


Auch von diesem Familienwochenende durfte ich viele tolle Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Zum Beispiel die leckeren Pralinen, dir ihr selbst gemacht und dann reichlich verschenkt habt, da waren echt verrückte Kreationen dabei. Auch die Schnitzeljagd, bei der ihr am Ende alle soooooo fertig gewesen seid, ist eine bleibende Erinnerung. Das Beste aber waren die tollen Gespräche und die coolen „Warm-Up“ Spiele.

Bleibt wie ihr seid, denn ihr seid einzigartig! Ich würde mich freuen, wenn ich Einige von euch beim nächsten Familienwochenende wieder sehen dürfte. Mein Dank geht an die anderen Betreuer, besonders an die Kinderbetreuer. Wir sind einfach ein tolles Team ;)

Alles Liebe, Moritz Weiss

 
Beim Warm-up

 


Nachdem ich letztes Jahr bereits als Betreuerin bei der Experimenta dabei sein durfte, freute ich mich riesig dieses Jahr auch beim Familienwochenende in Ernsthofen dabei zu sein. Ich war sehr gespannt darauf, ein paar mir bekannte Gesichter wiederzusehen und viele neue Familien kennenzulernen.

Bereits am ersten Abend erlebte ich, wie lustig es sein kann, Kennlernspiele nicht nur mit den Kindern, sondern gemeinsam mit den Eltern zu spielen. Ich war begeistert, wie toll sich die Eltern auf die Spiele einließen (von den Kindern kenne ich das ja schon!), auch wenn sie aufgefordert wurden sich als einsame Atome zu Molekülen zusammenzuschließen. Nach dieser gemeinsamen Spielrunde, hatten wir Kinderbetreuer zusammen mit den Kindern die Möglichkeit, uns in einer zweiten Spielrunde noch besser kennenzulernen. Schließlich ließen wir den Abend bei schönem Wetter ausklingen, wobei von wildem Toben bis geduldigem Üben auf der Slackline alles vertreten war.

Die darauffolgenden Tage vergingen wie im Flug. Ob bei gemeinsamen Aktivitäten mit den Eltern, wie Kooperationsspielen und Nachtwanderung, oder beim Spielen mit den Kindern kam der Spaß nie zu kurz.

Als großer Schokoladenfan war mein absolutes Highlight der Pralinen-Workshop, den ich zusammen mit Martina anbot. Dabei konnten wir feststellen, dass sich unter den Kindern zahlreiche Konditor-Talente versteckten, die nur darauf warteten, ihrer kreativen Pralinenfertigung freien Lauf zu lassen. So wurden Pralinen gezaubert, die nicht nur lecker schmeckten, sondern auch fabelhaft aussahen

Doch neben unseren Programmpunkten gab es auch immer wieder die Möglichkeit, bei tollstem Wetter draußen zu spielen oder einfach nur im Baum „abzuhängen“.

Insgesamt hatte ich mit euch allen ein sehr erlebnisreiches und spaßiges Wochenende und habe mich sehr gefreut, jeden Einzelnen von euch kennenlernen zu dürfen. Ich hoffe, dass ich Einige bald wiedersehen werde!

Lea Mörsdorf