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Filmprojekt Firewire

Berichte von vier Teilnehmern am Filmprojekt „Firewire“ im Frühjahr 2004 in Mainz

Zu diesem tollen Projekt haben sich 8 Jungen und 8 Mädchen angemeldet. Am ersten Tag trafen wir uns im img (Institut für Mediengestaltung). Wir waren alle sehr gespannt, was jetzt kommen mag. Zuerst erklärten uns die Erwachsenen ihren Beruf, zum Beispiel Filmregisseur, Radiosprecher ..., und erklärten, was Firewire eigentlich bedeutet. Dann wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt, die sich in ihren eigenen Raum zurückzogen. Anschließend mußte sich jedes Gruppenmitglied überlegen, welchen Beruf er beim Filmprojekt ergreifen wollte. Unser Thema sollte „Begegnung“ sein. Nun dachten wir uns Geschichten zu diesem Thema aus, besprachen die Motive und die nötigen Requisiten. Jede Gruppe dachte sich einen Namen für sein Team aus. Dann übten wir schon für das Filmen und erstellten eine To-do-Liste für den Drehtag. Alles, was wir erklärt bekamen, schrieben wir auf.

Am zweiten Tag filmten wir. Jede Gruppe filmte zu einer anderen Zeit. Unser Team lief zum Mainzer Hauptbahnhof. Dort suchten wir uns den besten Platz zum Filmen aus. Dem Kind, welches die Kamera bedienen sollte, wurde die Technik erklärt. Da es im Bahnhof sehr laut war, mußten wir sehr laut sprechen. Wir drehten einen Werbespot für die Bahn. Daher sollten wir mal in einen Zug steigen, mal die Treppe hinunter rennen oder dem Zug nachrennen, im Café essen gehen und vieles mehr. Als wir nach dem Dreh wieder im Institut für Mediengestaltung waren, wurden die Teammitglieder einzeln interviewd.

Am dritten Tag fuhren wir nach Frankfurt zur Filmproduktionsfirma Gehrisch & Krack, um dort den Film zu schneiden. Jedes Team saß an einem eigenen Computer. Auf dem Bildschirm waren viele Bilder nebeneinander, von denen wir die besten auswählten und in die richtige Reihenfolge setzten. Jedes Gruppenmitglied konnte seine eigene Meinung einbringen. Es war schon schwierig, so einen Film zu schneiden. Die Zeit war sehr schnell um. Zu guter Letzt setzten wir uns in vielen Reihen hin, um die Dokumentation zu erstellen. Anschließend sollten nämlich unsere erstellten Filme mit der Dokumentation auf eine DVD gebrannt werden. Da es ein so super Projekt war, hoffe ich, daß es ein ähnliches Angebot bald wieder geben wird.

Niclas Julian Wachner (9 Jahre)


 

FireWire, so hieß das Projekt, das von der DGHK Rhein-Main an 3 Tagen im März 2004 angeboten wurde. Bei FireWire konnten wir Kinder lernen einen Film zu produzieren.

Am ersten Tag haben sich die sechzehn Kinder zwischen 9 bis 14 Jahren in drei Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe gab es einen Regisseur, einen Cutter (Filmschnitt), einen Kameramann und Schauspieler.

Dann haben wir uns in den einzelnen Gruppen eine Geschichte ausgedacht, die wir dann am Mainzer Hauptbahnhof gedreht haben. Das Thema war „Begegnungen“.

Am Anfang fand ich es gar nicht so einfach, sich eine gute Geschichte zu überlegen. Aber jeder Gruppe ist am Ende etwas Spannendes eingefallen, so daß wir dann die Rollen verteilen und alles genauer besprechen konnten. Wir stellten ein Drehbuch her. Dabei wurden die Rollen verteilt, der Text aufgeschrieben, die Kostüme besprochen und ein Name für die Gruppe festgelegt.

Meine Gruppe hieß „die Streitschlichter“.

Am zweiten Tag wurde gedreht. Ich war eine der Schauspielerinnen. Ich fand das sehr spannend, aber auch aufregend. Kurz vor Drehbeginn bekam ich richtiges Lampenfieber. Das ging aber schnell vorbei. Dort habe ich zum ersten Mal gemerkt, wieviel Mühe so eine Filmherstellung macht. Beispielsweise müssen manche Szenen mehrmals gedreht werden, die Kamera muß in eine andere Position gebracht und das Ganze nochmals aus einer anderen Perspektive aufgenommen werden. Es war teilweise richtig anstrengend, aber am Ende waren alle stolz auf das gelungene Werk. Seither sehe ich Filme mit ganz anderen Augen.

Am dritten Tag wurde der Film geschnitten. Dafür war ja eigentlich der Cutter verantwortlich, aber jeder durfte mal an den Computer, um etwas zu schneiden. Das fand ich gut, daß wir auch daran beteiligt waren.

Jeder von uns bekommt eine DVD mit dem Film seiner Gruppe, so daß wir uns immer wieder in die Zeit hineinversetzen können.

Mehrere Fachleute und Betreuer haben sich freundlich um uns gekümmert – VIELEN DANK! Ich fand es total „spitze“ und ich werde mich immer gerne an die Wochenenden erinnern.

Johanna Mecky (10 Jahre)


 

Bericht über das „FireWire“-Projekt

Am ersten Tag wurden die Teams gebildet, die später zusammen den Film drehen sollten. Es gab 3 Stück. Dann verfassten die Regisseure mit den Teams die Drehbücher und die Storyboards.

Schon nach dem ersten Tag dachte ich, dass es gar nicht mehr besser werden könnte - doch am nächsten Samstag wurde ich eines Besseren belehrt. Heute wurde nämlich gedreht, und zwar mit richtigen Kameras. Nicht mit irgend so einer Amateur-Filmkamera, mit der man beispielsweise Urlaubsfilme macht, nein! Sondern mit einer richtigen Profikamera. Dieses Monstrum wog zirka 1 Kilogramm und war ungefähr 50 Zentimeter lang. Die Kamera hatte einen Digitalbildschirm und an die hundert verschiedene Knöpfe.

Nachdem die Kameraleute - also auch ich – in die Kamera eingewiesen waren, ging es auf zum Mainzer Hauptbahnhof. Jetzt ging es los! Jedes Team hatte nur für 3 Stunden die Ausrüstung (Kamera, Stativ usw.), d.h., wir hatten 3 Stunden Zeit um einen 3minütigen Film zu drehen. Das kommt einem zwar ganz OK vor, aber es war schon knapp, da man ja nicht einfach nur die Szene drehen kann und dann die nächste, sondern man muss jede Szene so oft drehen, bis sie so geworden ist, wie der Regisseur und der Kameramann es sich vorgestellt haben. Außerdem haben wohl alle gemerkt, dass man viel Filmmaterial braucht, um sich beim Schneiden die Szenen, die einem gut vorkommen, aussuchen zu können. Jede Gruppe kam zu einer bestimmten Uhrzeit, um ihren Film zu drehen und ging wieder, wenn sie fertig war; das heißt also, dass jede Gruppe unabhängig von den anderen Gruppen arbeitete. Als alle Filme im Kasten waren, ging auch die letzte – also meine – Gruppe.

Schon wieder hatte ich das Gefühl, das ich auch nach dem ersten Tag hatte, nämlich dass es doch gar nicht mehr besser werden konnte. Doch am nächsten Tag sah ich wieder, dass meine Vermutung abermals falsch war und sich nicht bestätigte, denn heute war das Schneiden dran.

Das Haus, in dem wir arbeiteten, war ein wunderschönes Bürogebäude mitten in Frankfurt und wir waren in der obersten Etage. Alle Kinder durften so viel trinken und essen wie sie wollten und der Raum war durch die Lage sehr hell, also konnte man gut an den coolen Apple McIntosh-Computern arbeiten und jeder hatte seinen Spaß. Obwohl ich nicht der Cutter unseres Teams war, saß eigentlich ich die meiste Zeit am Rechner, was ich natürlich toll fand, da ich ein Technik-Freak bin. Die Kinder, die gerade nicht schnitten oder den Cuttern halfen, konnten entweder unten im Hof Ball spielen, oder sich oben an den Tisch setzen und Karten spielen.

Als alle Filme fertig waren, war die Präsentation dran und alle Filme wurden den anderen Gruppen gezeigt, die die Filme ja noch nicht gesehen hatten. Nach diesem letzten Tag, war mir fast schon klar, dass ich später mal irgend etwas im Bereich Film werden wollte, am liebsten natürlich nach Hollywood. Aber ich muss noch sagen; dass ich sofort wieder in dieses Projekt gehen würde, wenn es das noch mal gäbe, und ich glaube auch, dass es allen anderen auch so ging wie mir.

Jörg Schmidt (11 Jahre)

 


Das Fire-Wire Projekt

In diesem Kurs sollten wir eigenständig einen dreiminütigen Kurzfilm drehen. Die Arbeit wurde auf drei Tage verteilt:

Am ersten Tag waren wir im Mainzer Institut für Mediengestaltung. Dort haben wir uns zunächst in drei Gruppen aufgeteilt, in denen es jeweils eine(n) Regisseur(in), eine(n) Kameramann/frau, einen Cutter und zwei bis drei Schauspieler(innen) gab. Danach sollten wir uns eine Geschichte mit dem Thema Begegnung ausdenken, die sich am Hauptbahnhof abspielen sollte. Anschließend haben wir die Rollen verteilt, Texte überlegt und die Requisiten und Kostüme aufgeschrieben. Als wir damit fertig waren, sind wir schon mal zum Bahnhof gegangen und haben uns überlegt, wo sich die einzelnen Szenen abspielen sollten usw..

Am zweiten Tag hatten wir drei Stunden Zeit unsere Geschichten zu filmen. Dabei wurden wir immer von Fachleuten begleitet und beraten, wobei wir viel gelernt haben. Oft mussten Szenen mehrmals gedreht werden, bis alles stimmte.

Am dritten Tag waren wir dann in Frankfurt bei der Filmproduktionsfirma Gehrisch & Krack, wo wir (bzw. der Cutter) die Filme geschnitten haben. Dazu stand jeder Gruppe ein Computer mit Schnittsoftware zur Verfügung. Zunächst musste das gefilmte Material in einzelnen Clips auf den Computer geladen werden, wo sie dann in die richtige Reihenfolge gebracht wurden. Da es Probleme mit dem Ton gab, mussten manche Gruppen auch synchronisieren.

Am Ende waren alle recht zufrieden mit ihren Ergebnissen.

Im Film der Gruppe „Die Streitschlichter“ geht es um zwei ehemals beste Freundinnen, die im Streit auseinander gegangen sind und sich nach mehreren Jahren wiedersehen. Zuerst streiten sie sich weiter, doch nachdem die eine ihr Portemonnaie verliert und die andere es ihr zurück bringt, versöhnen sie sich wieder.

Die Gruppe „Macavanini“ hat einen Werbespot für die Deutsche Bahn gedreht, bei dem es darum geht, dass sie immer zu spät kommt. Doch als zwei Kinder sich denken, dass sie deswegen genausogut noch ein wenig im Eiscafe bleiben können, fährt sie ihnen vor der Nase weg. – Die Bahn kommt (nicht immer zu spät) –

Im Film der Gruppe „Hau ab!“ soll ein Mann seine Schwiegermutter (?) vom Bahnhof abholen und ist viel zu spät dran. Als er hinrennt, gewinnt er ohne es zu merken einen Sprintwettkampf.

Das Projekt hat mir sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die DVD, die uns noch zugeschickt wird.

Vielen Dank und viele Grüße

Jakobine Eisenach (12 Jahre)

 

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